Die Wilhelm Sauer Orgel von 1901
Die Wilhelm Sauer Orgel von 1901

Restaurierung

Das Restaurierungs- und Rekonstruktionsprojekt

 

 

Nachdem sich im Jahre 2006 ein Abschluss der mehr als 10 Jahre währenden Restaurierungsarbeiten an und in der Kirche am Katernberger Markt abzeichnete, begann ein von der Gemeindeleitung einberufener  "Arbeitskreis Orgel"  erste Überlegungen anzustellen, wie mit der Orgel, die durch die Arbeiten in der Kirche deutlich in Mitleidenschaft gezogen worden war, zu verfahren sei. Wurde zunächst lediglich die Reinigung des immens verschmutzten Instrumentes, verbunden mit einer umfassenden technischen Überholung und Instandsetzung erwogen, stellte sich spätestens nach der Auswertung von Archivmaterial und einer Analyse des aktuellen Pfeifenbestandes heraus, dass trotz zweier Umbauten der Orgel ein unerwartet großer Teil des Sauer'schen Pfeifenwerkes von 1901, sei es nun als Original, als reversible Umarbeitung, oder als gelagerter Bestand erhalten war.

Nach ausführlicher Beratung durch Vertreter namhafter deutscher Orgelbaufirmen sowie der Sach- und Fachberatung des landeskirchlichen Orgel- und Glockenamtes in Düsseldorf, reifte dann bald der Entschluss, die Sauer-Orgel der Ev. Kirche am Katernberger Markt als repräsentative Vertreterin weniger im Umkreis erhaltener größerer Werke des spätromantischen Orgelbaus nicht nur technisch Instand zu setzen, sondern mittels Restaurierung und Rekonstruktion klanglich auf ihre ursprünglich romantische Disposition zurückzuführen.

 

Als Besonderheit und Alleinstellungsmerkmal ist dabei der Beschluss zu werten, das 1965 von Friedrich Euler erbaute Unterwerk der Orgel als wichtiges Zeugnis orgelbaugeschichtlicher Entwicklung im 20. Jahrhundert zu erhalten.

Die Idee, das Euler-Werk von 1965 unter Ausschöpfung aller intonationstechnischen Möglichkeiten klanglich in das Werk von Wilhelm Sauer zu integrieren, ist dabei sicherlich als orgelbauerische Herausforderung zu werten.

Unter der Voraussetzung, dass keinerlei Finanzmittel des Gemeindehaushalts Verwendung finden dürften, stimmte das Presbyterium der Kirchengemeinde den Empfehlungen des "Arbeitskreises Orgel" grundsätzlich zu:  Beschlossen wurden Reinigung, technische Instandsetzung, Restaurierung und klangliche Rekonstruktion der Orgel auf die Sauer'sche Disposition von 1901 bei Erhaltung und Integration des Euler-Werkes von 1965.

 

Nachdem durch das erfreuliche Engagement von Gemeinde und Sponsoren       - hier seien  Sparkasse Essen  und  Stadtwerke Essen  mit ihren Zuwendungen besonders erwähnt - die notwendigen Finanzmittel angespart waren, beschloss das Presbyterium der Gemeinde in seiner Sitzung vom 16.10.2007 die Auftragsvergabe eines ersten von insgesamt acht geplanten Bauabschnitten des Orgelprojektes.

 

Mit der Durchführung der Arbeiten wurde die Firma Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt GmbH  Bad Liebenwerda, Brandenburg beauftragt - ein Unternehmen, das sich in über 148-jähriger Familientradition insbesondere um die Restaurierung von Instrumenten aus der Region und in der Bauart von Wilhelm Sauer verdient gemacht hat.

 

 

Das Restaurierungskonzept

 

 

der Firma  Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt GmbH  gestaltet sich wie folgt:

 

Das Projekt umfasst insgesamt acht Bauabschnitte (in Stichworten) wie folgt:

 

  1. Reinigung, Gebläsemaschine, Windanlage, Windladen, Membranen, Stimmung und Intonation
  2. Überarbeitung Spieltisch, Klaviaturen und Übertragungssystem
  3. Restaurierung/Rekonstruktion des Hauptwerkes
  4. Rekonstruktion der Prospektpfeifen
  5. Restaurierung/Rekonstruktion des Schwellwerkes
  6. Restaurierung/Rekonstruktion des Pedalwerkes
  7. Überarbeitung und klangliche Integration des III. Manuals (Unterwerk Fr. Euler von 1965) in die Sauer-Orgel
  8. Sonstige Arbeiten, Gehäuse, Schlösser, Sicherheit

 

Realisiert wurden im Jahre 2008 der komplette Bauabschnitt 1, sechs Unterpositionen aus Bauabschnitt 3, sowie einzelne dringend erforderliche Teilbereiche des 8. Bauabschnittes.

 

Die finanziellen Aufwendungen für diese Arbeiten, einschließlich der Sanierung des Orgel-Gebläseraums, Elektroarbeiten, Übernachtungskosten, betrugen bis zum 12.11.2008

 

52.028,04 Euro

 

Ein zweiter Bauabschnitt, die Restaurierung und Rekonstruktion des Schwellwerkes der Orgel  (Position 5)  wurde aktuell im Zeitraum Juni bis August 2014 realisiert.

 

Die finanziellen Aufwendungen für diese Arbeiten, einschließlich erforderlicher  Elektroarbeiten sowie Übernachtungskosten der Orgelbauer betrugen bis zum 05.09.2014

 

54.290,66 Euro

 

Das finanzielle Gesamtvolumen aller noch ausstehenden Arbeiten liegt (abhängig von Realisierungszeitpunkt und zu erwartenden Preissteigerungen) im Bereich von etwa 135.000,- Euro zuzüglich Unterbringungskosten der Orgelbauer.

 

Wünschenwert wäre nun die alsbaldige abschließende Rekonstruktion des Hauptwerkes der Orgel. (Restliche Unterpositionen aus Bauabschnitt 3)

 

Über Ihre werte Unterstützung dieses Projektes, sei es durch eine Spende, oder die Übernahme einer Orgelpatenschaft, würden wir uns sehr freuen.

 

 

 

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